Wenn im kommenden Jahr der Hessentag mit seinen zahlreichen Veranstaltungen die Menschen in Wetzlar und ihre Gäste aus der Region in Atem gehalten und begeistert hat, fällt – nach zweiwöchiger „Verschnaufpause“ – der Startschuss für die 60. Wetzlarer Festspiele, die mit ganz besonderen kulturellen Preziosen und mit ihren unverwechselbaren „Eigengewächsen“ das Publikum erneut werden anlocken und unterhalten können.
Es kommen neue Solisten und Ensembles, z.B.:
Echoes of Swing – vier brillante Jazzmusiker, die den Lottehof zum Swingen bringen und gleichzeitig ihr Programm augenzwinkernd selber moderieren werden;
Die MozART Group – ebenfalls ein Musikerquartett, das mit hinreißender Virtuosität und überbordendem Witz unsere „Klassiker“ und vieles mehr mit Mimik, Gestik und natürlich vor allem auf ihren Instrumenten zu nie Gehörtem „verwurstet“, um dann doch in atemberaubenden musikalischen Wendungen wieder beim Original zu landen.
Mia Pittroff – ein großes Nachwuchstalent in der deutschen Kabarettszene mit schöner Stimme und trockenem Humor.
Und das Einzigartige im Wetzlarer Spielplan:
David Frenkel und Jan Luley dialogisieren wieder an und mit zwei Flügeln – Jazz meets Classic.
Die Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang präsentieren als potentielle künftige Stars im Genre der leichten Unterhaltung Chansons und Songs aus Musicals und werden von Boris Leibold am Flügel begleitet sowie in bewährter Weise auch persönlich vorgestellt; dieses Konzert ist eine liebgewordene Tradition in Wetzlar geworden.
Einen besonderen Akzent, sozusagen als Geburtstagsgeschenk, setzt die Aufführungsserie des deutschen Musicals „Die Tagebücher von Adam und Eva“, das Christoph Drewitz inszeniert. Drewitz ist in Wetzlar bestens bekannt; seine ersten Gehversuche und die ersten Erfolge in Sachen Musical konnte er hier verbuchen und ist nun als Vollprofi für Stage Entertainment und als freier Regisseur beschäftigt. Dieses Stück wird im März seine Uraufführung in Berlin erleben und direkt danach in einer Eigeninszenierung seine Premiere im Lottehof haben!
Und wieder wird auch das Rahmenprogramm, gestaltet von Wetzlarer Schulen, einem Tanzstudio und dem Ensemble „Zwischenspiel e.V.“ zur Unverwechselbarkeit der Festspiele beitragen.
Natürlich hat der Festspielplan 2012 aus allen Sparten noch viel mehr zu bieten; bekannte und geliebte Gäste präsentieren Schauspielklassiker, Kleinkunst und noch mehr Musik.
Einer Jubiläumsspielzeit besonders angemessen ist die Aufführung der Neunten von Beethoven mit der „Ode an die Freude“ als Gastspiel aus Gießen unter Mitwirkung der Wetzlarer Singakademie.
Und übrigens: Michael Quast und Philipp Mosetter lassen es sich nicht nehmen, das Grimm-Jahr 2012 (200 Jahre Kinder- und Hausmärchen) durch ihre Interpretation von „Grimms Märchen“ angemessen zu würdigen.
Somit ist auch das 60. Programm für Wetzlar geplant, und wenn es wieder ein aufgeschlossenes interessiertes Publikum findet, wird es ein Fest werden.
Marion Grundmann
Künstlerische Leiterin
Wetzlarer Festspiele 2012

60 Jahre Wetzlarer Festspiele – Das Programm 2012
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